Die 40 Schwangerschaftswochen im kurzen Überblick

4. SSW

Anfang der 4. Schwangerschaftswoche nistet sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter ein, zu diesem Zeitpunkt schlägt ein Schwangerschaftstest noch eher unzuverlässig an. Manchmal kommt es zu einer minimalen Einnistungsblutung, so dass viele Frauen davon ausgehen, ihre Periode zu bekommen. Einige Frauen spüren schon jetzt die ersten Schwangerschaftssymptome wie Übelkeit, Müdigkeit oder Stimmungsschwankungen.

5. SSW

Jetzt ist es Zeit für den Schwangerschaftstest, denn ab der 5. Woche liefert dieser ein verlässliches Ergebnis. Die Schwangere kann ein leichtes Ziehen im Unterleib verspüren, häufig beginnen die Brüste schon zu spannen, außerdem wird das Bindegewebe wesentlich weicher. Das Herz des Embryos beginnt in dieser Woche zu schlagen, aus Nervensträngen wachsen langsam das Rückenmark und das kindliche Gehirn heran.

6. SSW

Ab der 6. Schwangerschaftswoche haben die meisten Frauen jetzt mit der gefürchteten Übelkeit zu kämpfen, auch eine starke Müdigkeit macht vielen werdenden Müttern zu schaffen. Den rund vier Millimeter großen Embryo kann man im Ultraschall gut erkennen, der Arzt kann einen deutlich festeren Gebärmutterhals ertasten. Beim Baby entwickelt sich der Rückenstrang, der dann später zur Wirbelsäule wird.

7. SSW

In der 7. Schwangerschaftswoche macht der nur etwa fünf Millimeter lange Embryo seine ersten unkontrollierten Bewegungen. Es haben sich schon die Anlagen für die Zähne und die Lippen entwickelt, menschliche Formen sind bereits zu erkennen, Augen, Mund und Nase sind sichtbar. Durch die hormonellen Veränderungen haben einige Schwangere Kreislaufprobleme, Heißhungerattacken und Durchschlafprobleme sind auch nicht selten.

8. SSW

Der bisher Richtung Oberkörper geneigte Kopf wird nun angehoben, so dass sich der Körper streckt. Die Ansätze von Zehen und Finger sind schon erkennbar, in den Nieren wird Urin produziert, im Magen die Magensäure. Die Schwangere ist auch nach leichter Anstrengung schnell erschöpft und kann unter Atemnot leiden. Die wachsende Gebärmutter drückt zunehmend auf die Blase, so dass die Toilette häufig aufgesucht werden muss.

9. SSW

Mit der 9. Schwangerschaftswoche ist die Entwicklung aller Organe abgeschlossen, sie müssen jetzt nur noch reifen. Der etwa zwei Zentimeter lange Embryo zeigt Bewegungen der Arme und Beine beim Ultraschall, außerdem kann eine eventuelle Zwillingsschwangerschaft erkannt werden. Bei der Schwangeren kommt es oftmals entweder zu einer üppiger werdenden Haarpracht, oder aber zu Haarausfall, außerdem kann sie unter Sodbrennen und Verstopfung leiden.

10. SSW

Das Ungeborene nennt man ab jetzt Fötus, er ist jetzt rund 2,5 Zentimeter lang und bewegt sich sehr aktiv. Das Gehirn entwickelt sich nun rasend schnell, die Gelenke sich schon fertig ausgebildet. Während viele Schwangere jetzt einen sehr rosigen Teint haben, leiden andere unter einer sehr unreinen Haut. Hosen passen jetzt häufig schon nicht mehr, noch nicht wegen eines Babybauches, sondern wegen Problemen mit Blähungen und Verstopfung.

11. SSW

Beim Fötus sind jetzt die äußeren Geschlechtsorgane fertig entwickelt, Zehen- und Fingernägel, sowie ein leichter Flaum auf der Haut bilden sich. Liegt eine Risikoschwangerschaft vor, können ab jetzt spezielle Untersuchungen, wie zum Beispiel eine Chorionzottenbiopsie oder die Nackenfaltenmessung, durchgeführt werden. Bei der werdenden Mutter steigt das Blutvolumen, deshalb hat sie auch vermehrt Durst, dafür aber auch wieder schön warme Hände und Füße.

12. SSW

Mit der 12. Schwangerschaftswoche endet nicht nur das erste Drittel, sondern auch die besonders risikoreiche Zeit. Spätestens jetzt findet die erste große Vorsorgeuntersuchung inklusive Ultraschall statt. Ab jetzt wird der Fötus über die Plazenta versorgt, es schluckt Fruchtwasser und kann Körper und Kopf hin und her drehen. Schon jetzt lässt bei vielen Schwangeren die Morgenübelkeit deutlich nach, der Körper hat sich auf die veränderten hormonellen Bedingungen eingestellt.

13. SSW

Ganz allmählich wird die Schwangerschaft auch nach außen hin sichtbar, die werdende Mutter nimmt nun an Gewicht zu. Sie spürt ein Wachstum der Brüste, häufig wird auch schon etwas Milch produziert. Das etwa 18 Gramm schwere Baby kann durch die Bauchdecke schon Geräusche wahrnehmen und darauf reagieren, die Stimmbänder bilden sich aus. Zwar sind die Augenlider noch geschlossen, Dunkelheit und Helligkeit können jedoch bereits unterschieden werden.

14. SSW

Zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft nuckelt das Ungeborene bereits am Daumen und spielt mit der Nabelschnur, somit sind der Greif- und der Saugreflex ausgebildet. Meistens kann beim Ultraschall nun schon das Geschlecht festgestellt werden, das Gesicht des Fötus erscheint immer menschlicher und klarer. Bei der werdenden Mutter kommt es häufiger zu Infekten und innerer Unruhe. Leichter Sport ist ideal für die Fitness und außerdem eine gute Vorbereitung auf die Entbindung.

15. SSW

Gerade bei der zweiten Schwangerschaft kann die Schwangere oftmals schon minimale Bewegungen des Kindes spüren. Das Herz des rund 50 Gramm schweren und acht Zentimeter langen Babys ist jetzt komplett entwickelt, das gleiche gilt auch für den Hals, so dass Nicken und das Drehen des Kopfes möglich sind. Für die werdende Mutter wird es Zeit, sich nach einer geeigneten Hebamme umzusehen. Bei vielen nimmt die Leistung des Gehirns in dieser Phase etwas ab, so dass sie unter Vergesslichkeit leiden.

16. SSW

Endlich beginnt sich der Bauch der Schwangeren leicht zu wölben, auch die Brüste nehmen ordentlich an Volumen zu. Es wird bei vielen schon die Vormilch, das so genannte Kolostrum, produziert. Die Gebärmutter hat etwa die Größe eines Handballs und hat deutlich an Festigkeit gewonnen. Beim Ultraschall kann man den Fötus durchaus beim Schneiden von Grimassen beobachten. Die Körperform wird immer gestreckter, auch diese Bewegungen kann man gut beim Ultraschall erkennen.

17. SSW

Mit dem Beginn des 5. Monats ist das Ungeborene schon mindestens 10 Zentimeter groß und wiegt rund 100 Gramm. Die Proportionen des Körpers werden langsam immer ausgeglichener, Kopf und Arme wachsen langsamer. Jetzt ist es auch Zeit für die ersten Atemübungen, durch das einatmen von Fruchtwasser hat das Baby häufig Schluckauf. Diesen spürt die Mutter ganz deutlich, genauso wie die ersten Tritte ihres Kindes durch die Bauchdecke.

18. SSW

Das Baby bewegt sich jetzt sehr viel in der Gebärmutter, die ihm noch reichlich Platz dafür bietet. Tagsüber schläft es durch die sanften Bewegungen meistens und wird dann aktiv, wenn die Schwangere abends zur Ruhe kommen möchte. Es schlägt Purzelbäume, macht Drehungen, trainiert Füße und Hände und spielt mit der Nabelschnur. Für die Mutter wäre es jetzt empfehlenswert mit dem Beckenbodentraining zu beginnen, denn das zunehmende Gewicht des Fötus drückt immer wieder auf die Blase.

19. SSW

Ab der 19. Schwangerschaftswoche bereitet sich der Körper schon langsam auf die Geburt vor, das kann sich in leichten Übungswehen bemerkbar machen, kein Grund zur Sorge also. Jetzt ist es auch Zeit für die zweite große Vorsorgeuntersuchung, bei der dann auch eindeutig das Geschlecht ermittelt werden kann. Milz und Leber nehmen ihre Arbeit auf, die Haut ist vom so genannten Lanugo-Haar bedeckt. Der Frauenarzt misst jetzt nicht mehr die Scheitel-Steiß-Länge (SSL), sondern die Scheitel-Fersen-Länge (SFL) des Babys.

20. SSW

Mit der Hälfte der Schwangerschaft hat das Ungeborene bereits eine Länge von etwa 25 Zentimetern und ein Gewicht von 300 Gramm erreicht. Durch die ständigen Übungen nimmt die Kraft des Babys zu, deshalb spürt die Schwangere die Tritte immer stärker. Diese Knuffe sind nun auch für Außenstehende immer mal wieder an der Oberfläche des Bauches zu sehen. Da die Brüste schon deutlich an Volumen zugelegt haben, sollte man sich jetzt um die Anschaffung eines gut sitzenden Still- oder Schwangerschafts-BHs kümmern.

21. SSW

Mit dem Beginn des 6. Monats beginnt die so genannte Konkretisierungsphase, das bedeutet, dass die Schwangerschaft deutlich sicht- und spürbar ist. Beckenboden und Rücken der Mutter leiden jetzt immer mehr unter der Belastung, schwere Dinge sollten jetzt nicht mehr gehoben oder getragen werden. Beim Baby wächst gerade das Gehirn enorm schnell, die ersten Furchen im Gehirn bilden sich. Am kleinen Gesicht des aktiven Ungeborenen kann man schon Augenbrauen und Wimpern erkennen.

22. SSW

Ab dieser Phase der Schwangerschaft schreitet das Wachstum des Fötus viel langsamer voran, dafür legt er an Gewicht zu. Das Baby hat jetzt schon ein Gewicht von fast 500 Gramm und eine Größe von rund 28 Zentimetern erreicht. Die Schwangere kann immer häufiger den Schluckauf ihres Kindes spüren, es trainiert jedoch lediglich seine Atmung. Häufig wird es jetzt Zeit für eine gezielte Zufuhr von Magnesium, denn der Bedarf steigt enorm an, Magnesium kann auch vorzeitigen Wehen vorbeugen.

23. SSW

Viele Schwangere leiden immer häufiger unter Schwindel, ein Eisenmangel sollte vom Arzt abgeklärt werden. Meistens liegen diese Beschwerden an dem steigenden Blutvolumen, das zu einer Veränderung des Blutdruckes führt. Der Körper des Babys wird langsam von der Käseschmiere überzogen, sie dient dem Schutz der Haut. Die Bewegungen im Mutterleib werden nun immer koordinierter, die werdende Mutter spürt die Tritte ganz deutlich. Auch wenn das Kind seine Lage verändert, ist dies zu sehen und zu spüren.

24. SSW

Am Ende des 6. Schwangerschaftsmonat kann das etwa 700 Gramm schwere Kind ganz bewusst das süße Fruchtwasser schmecken. Ab dieser Woche kann der Gynäkologe auch einen Test auf eine eventuell vorliegende Schwangerschaftsdiabetes durchführen. So langsam entsteht beim Ungeborenen ein gewisser Schlaf-Wach-Rhythmus, auch Ansprache und Musik reagiert es bereits. Da das Gewicht in der Gebärmutter wächst, beginnt bei vielen Frauen wieder ein Ziehen im Unterleib, das auch bis zur Entbindung bleibt.

25. SSW

Das Baby hat jetzt einen Entwicklungsstand erreicht, mit dem es als Frühchen schon gute Chancen zum Überleben hätte. Manchmal kommt es bei der Mutter zu frühzeitigen Wehen, in diesem Fall muss sie viel ruhen und bekommt spezielle Medikamente. Der Bauch der Schwangeren zieht nach vorne, so dass sie immer häufiger ein Hohlkreuz macht, Rückenschmerzen können somit an der Tagesordnung sein. Der Bauch wächst jetzt rasend schnell, das kann auch zur Entstehung der ersten Schwangerschaftsstreifen führen.

26. SSW

Während die Schwangerschaft bis jetzt eher ruhig verlief, haben viele Schwangere jetzt wieder mit Beschwerden zu kämpfen. Durch das wachsende Baby kann es neben Rückenschmerzen auch häufiger zu Atemnot, Sodbrennen und Verstopfung kommen. Die werdende Mutter sollte sich mehr Auszeiten gönnen , öfter die Beine hochlegen und leichte Gymnastik machen. Für das Ungeborene ist es jetzt an der Zeit, die Augen zu öffnen, es streckt und räkelt sich gerne im Bauch der Mutter.

27. SSW

Das Baby hat jetzt in den meisten Fällen die 1-kg-Marke geknackt und ist rund 36 Zentimeter groß, die Proportionen des Körpers sind jetzt nahezu ausgeglichen. In der Gebärmutter wird es immer enger, doch Purzelbäume werden gerne noch geschlagen. Eigentlich ist die Entwicklung abgeschlossen, nur die Lunge muss noch reifen, bei drohender Frühgeburt wird die Lungenreife medikamentös beschleunigt. Die meisten Schwangeren haben zu diesem Zeitpunkt mit den ersten Wassereinlagerungen zu kämpfen.

28. SSW

Nicht nur der 7. Schwangerschaftsmonat ist nun vorüber, sondern es beginnt auch das 3. Trimester. Wenn das Baby wach ist, hat es die Augen geöffnet, schläft es, so werden sie geschlossen. Durch die Bauchdecke hindurch kann es Helligkeit und Dunkelheit deutlich unterscheiden. Die Gebärmutter verformt sich so, dass sie nach unten hin breiter wird, damit das Ungeborene bald in die Geburtsposition rutschen kann. Bald beginnt schon der Mutterschutz, dafür können sich die typischen Schwangerschaftsbeschwerden jedoch verstärken.

29. SSW

Zum Beginn des 8. Monats hat das Baby eine Größe von fast 40 Zentimetern erreicht. Sein Aussehen ist eigentlich schon perfekt, in den letzten Wochen wird es nur noch wachsen und zunehmen. Manche Kinder nehmen zum jetzigen Zeitpunkt auch schon ihre Geburtsposition ein, also sie drehen sich mit dem Kopf nach unten. Die Mutter sollte sich spätestens jetzt in einem Geburtsvorbereitungskurs anmelden. Übungswehen gibt es ab jetzt immer häufiger, man erkennt sie an ihrer kurzen Dauer und der Unregelmäßigkeit.

30. SSW

In der 30. Schwangerschaftswoche wird meistens die dritte und letzte große Vorsorgeuntersuchung gemacht. In der Gebärmutter ist es eng geworden, das Baby kann sich immer weniger bewegen, es nimmt die so genannte Fötusstellung ein. Schwangere sollten sich jetzt möglichst nicht mehr länger auf den Rücken legen, denn das Gewicht kann auf Nerven drücken und somit den Kreislauf stören. Alltägliche Bewegungen fallen unter dem größer werdenden Bauch und dem zusätzlichen Gewicht nun immer schwerer.

31. SSW

Ab dieser Woche machen sich einige Schwangere Sorgen, weil sie ihr Baby nicht mehr regelmäßig spüren, es kann auch längere Zeit einmal ganz ruhig im Bauch sein. Das liegt zum einen an der zunehmenden Enge im Mutterleib, zum anderen hat das Kind jetzt auch schon längere, feste Schlafphasen. Zunehmende Wassereinlagerungen können sich durch geschwollene Füße und Hände bemerkbar machen. Mehr Ruhe tut nicht nur der Mutter gut, auch das Ungeborene profitiert von einer entspannten Mutter.

32. SSW

Mit einer Größe von etwa 43 Zentimeter und einem Gewicht von 1.800 Gramm ist das Ungeborene nun schon so kräftig, dass der Mutter durch seine Tritte öfter die Luft wegbleiben kann. Käme das Kind jetzt zur Welt, so wären seine Chancen zum Überleben hervorragend. Für die werdende Mutter wird der Alltag jetzt schon beschwerlich, sie sollte sich mehr Pausen gönnen und auf ihren Körper hören. Eine regelmäßige Dammmassage ist ab jetzt zu empfehlen, um einem Dammriss bei der Geburt vorzubeugen.

33. SSW

Die Vorsorgeuntersuchungen finden mit dem Beginn des 9. Monats alle 14 Tage statt, um bei eventuell entstehenden Komplikationen gleich reagieren zu können. Das etwa zwei Kilogramm schwere Baby rutscht meistens schon zu diesem Zeitpunkt tiefer ins Becken, das erleichtert der Mutter wieder das Atmen. Dafür lastet auf der Blase ein höherer Druck, so dass sie öfter auf die Toilette muss. Der Bauch wächst ab jetzt noch einmal ganz gehörig, die werdende Mutter und ihr Arzt müssen auf Krampfadern und übermäßige Wassereinlagerungen achten.

34. SSW

Bei einigen Schwangeren zeigt sich in dieser Woche die so genannte Linea nigra, eine dunkle, senkrechte Linie mittig über dem Bauch. Manchmal ist es auch möglich, dass sich der Bauchnabel nach außen stülpt. Kalzium ist für die Knochen des Kindes jetzt enorm wichtig, eventuell sollte man entsprechende Nahrungsergänzungsmittel einnehmen oder mehr Milchprodukte verzehren. Jetzt, sechs Wochen vor der Geburt, sollte man auch den Klinikkoffer packen, falls es doch früher losgehen sollte.

35. SSW

Bei einer Geburt zum jetzigen Zeitpunkt wäre das Baby schon ein „spätes Frühchen“. Da grundsätzlich keine Gefahr besteht, würde man die Geburt auch nicht verhindern oder hinauszögern, falls Wehen einsetzen oder die Fruchtblase platzt. Das Immunsystem ist weitgehend ausgereift, das Kind wäre ohne besondere Hilfe lebensfähig. Für berufstätige Frauen beginnt jetzt der Mutterschutz, so dass sie vor der anstrengenden Entbindung noch Kraft tanken und sich körperlich schonen können.

36. SSW

Um diesen Zeitpunkt herum, können die ersten Senkwehen einsetzen, gerade bei Erstgebärenden. Die meisten Babys liegen schon mit dem Kopf in Richtung Muttermund, sie können dann nach und nach ins kleine Becken rutschen. Zeigt das Gesicht des Kindes nach vorne, so kann die Geburt erschwert sein. Ärzte oder Hebammen können die Babys jedoch häufig noch von außen drehen, manchmal gelingt das auch bei Babys, deren Kopf nicht nach unten zeigt. Sobald das Baby sich „eingestellt“ hat, kann das Sitzen unangenehm werden, da der Kopf auf den Beckenboden drückt.

37. SSW

Der letzte Schwangerschaftsmonat ist angebrochen, das Baby kann nun jederzeit auf die Welt kommen, es wäre dann auch kein Frühchen mehr. Die Lunge ist jetzt auch ausgereift, so dass das selbstständige Atmen kein Problem mehr darstellen sollte. Für die meisten Schwangeren ist der Alltag sehr anstrengend, so dass sie die Geburt herbei sehnen. Die Haut auf dem prallen Bauch kann sehr stark spannen, regelmäßiges Cremen stillt auch den Juckreiz. Der Gynäkologe wird den Zustand der Mutter jetzt ganz genau im Auge behalten.

38. SSW

Der behandelnde Arzt wird jetzt genau auf die Menge des Fruchtwassers und die Funktion der Plazenta achten, so dass bei Bedarf die Geburt kurzfristig eingeleitet werden kann. Das Baby ist jetzt fast 50 Zentimeter groß und hat die 3-kg-Marke überschritten. Erstgebärende haben oft Angst, Senkwehen nicht von echten Wehen unterscheiden zu können. Die Geburtswehen kommen in regelmäßigen Abständen, die auch immer kürzer werden. Außerdem verstärken sie sich durch Wärme oder Bewegung und werden auch nicht mehr schwächer.

39. SSW

Bei vielen Schwangeren setzen schon jetzt die Wehen ein, oder es kommt zu einem Blasensprung mit Abgang des Fruchtwassers. In beiden Fällen ist die Fahrt in die Klinik angezeigt. Zeichen für die bevorstehende Geburt können auch Durchfall, eine starke innere Unruhe oder der Abgang des blutigen Schleimpfropfes, der bisher den Muttermund verschlossen hatte, sein. Somit sollten Blutungen zu diesem Zeitpunkt kein Grund zur Beunruhigung sein, sondern die Geburt ankündigen.

40. SSW

Die 40. Schwangerschaftswoche läutet normalerweise das Ende der Schwangerschaft ein. Doch einige Babys lassen sich auch noch Zeit. Wenn es der Mutter und dem Ungeborenen gut geht, warten die Ärzte normalerweise noch bis zu zwei Wochen ab, bevor die Geburt künstlich eingeleitet wird.